Frohe Ostern!

Ostern ist mein Lieblingsfest. Da gibt es immer frische Äste zum Beschnuppern und die allerbesten Spielsachen im Hause.

Zuerst stand ganz oben auf dem Wandregal ein Strauß Weidenkätzchen. Als die nach und nach verblühten, hab ich die kleinen puscheligen Dinger abgezupft und durch die Bude gekickt.

Jetzt stehen die Zweige am Boden und tragen grüne Blätter. Daran schubber ich jeden Tag herum, muss schließlich nach mir duften. Katz weiß ja nie, wer herein kommt.

Und in den letzten Tagen hängte mein Dosi die bunten Dingerchen in die Zweige. Sie schaukeln lustig, wenn ich dran vorbei gehe. Kann ich ja nix dafür, sie hat die Vase genau an der Balkontür abgestellt. Wegen der Sonne, sagt sie. Da muss ich ja entlang gehen, wenn ich draußen Kontrolle machen will. Na ja, und wenn die so schaukeln, muss ich mit den Pfötchen danach patschen. Das ist quasi ein Zwang. Manchmal fällt dann so ein Ei vom Zweig. Die rollen echt super…

Euch allen wünsch ich FRÖHLICHE OSTERN!

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Frühlingsduft

„Faule Lina!“ , hat mein Dosi gesagt. „Du musst mal wieder was im Blog schreiben!“

Jaaaa, stimmt ja. Aaaaber ich bin so beschäftigt. Und ich hab so viel zu verdauen und damit meine ich nicht nur das leckere Katzenfutter. Immerhin habe ich schon zum zweiten Mal diesen Radau zum Jahreswechsel erlebt. Ich gebe zu, ein wenig schreckhaft bin ich immer noch. Nicht nur, wenn die Dosis Raketen abschießen. Das haben die heute auch wieder gemacht. Sigi sagt, das Frühlingsfest fängt an. Ihr Menschen, das kann man doch auch anders feiern.

Mein Dosi hat neulich telefoniert und ich hab gehört, dass sie mit jemandem über eine Katze gesprochen hat, die sie vielleicht als Spielkumpel für mich aufnehmen will. Aber dann ist irgendwas Schlimmes mit ihren Finanzen passiert, sodass es nichts wird.

Zur Zeit räumt mein Mensch wie ein Weltmeister in der Wohnung herum. Sie reißt die Fenster auf und kleckert wie doof mit Wasser herum und heute hat sie den Balkon auseinander genommen. Das war erst etwas befremdlich, aber dann hat es Spaß gemacht. Vom letzten Ausflug hatte sie tollen Torfboden mitgebracht, der super geduftet hat. Und nun hat sie in ihren Blumenkästen herum gewühlt und diesen feinen Krümelkram da rein verteilt. Ich hab die ganze Zeit mit den herunter gefallenen Bröckchen gekickt  und mit vertrockneten Blättern gespielt. Heute Nachmittag hab ich die erste Hummel entdeckt. Hurra, es geht wieder los!

Super, dass endlich mal wieder richtig Sonne scheint. Da hatte ich direkt Lust auf ausgiebige Körperpflege. Und gewälzt hab ich mich auch und dabei ein bisschen gesungen.

Dosi meinte, ich könnte doch sowieso keine Kinder mehr kriegen und ein Kater käme auch nicht. Die hat doch keine Ahnung. Im Frühling muss man einfach singen.

Euch wünsch ich auch einen schönen Frühling mit tollen Gesängen,

eure Lina!

Jetzt gehts aber los!

Dieser dahergelaufene Waffkläff bildet sich ja wer weiß was ein… da müssen wir doch mal ein paar Worte zur Aufklärung rüber schicken. Gute Gelegenheit, unser Dosenöffner lässt schon wieder das Wasser rauschen und unser Bad riecht total nach Holunder. Sie konnte heute schon wieder nicht richtig springen und hat dauernd „Autschn!“ gerufen.

Aber das nur am Rande.

Hör jetzt mal gut zu, Du TinaHund. Mit uns Katzen, die wir ja völlig zu Recht auch gemeinhin Göttin genannt werden, mit uns verhält sich das folgendermaßen:

erstens sind wir superschlank und megajung, zweitens können wir so schnell rennen, dass der Erdboden flüssig wird von der Reibungshitze, die unsere Samtpfoten dabei verursachen. Also, mal ohne Übertreibung: wir sind so schnell, dass wir nicht mal nach Mäusen graben müssen. Wir schnappen die beim Laufen. Und nicht genug damit. Wir lassen die sogar absichtlich noch ein bis sieben Mal entwischen, um sie noch mal einzufangen. Die Jagd ist doch das Größte. Und wir sind total durchtrainiert. Zwei Tage nach unserer OP haben wir mit den Mäusefangübungen weiter gemacht.

Das kannste uns glauben, TinaHund, vor unseren Krallen haben sogar die Dosenöffner Respekt. Du müsstest mal mein Spielbärchen sehen. Das sieht schon völlig gerupft aus. Und das Sofa ist auch kein Gegner. Da kann Dosi so viel schimpfen, wie sie will, wir springen aus dem Stand einen Meter hoch – von der Sofalehne auf den Schrank und dabei graben sich unsere Krallen tief  ins Gewebe. Der Küchentisch sieht am Bein auch schon aus, als wolle er sich häuten.

Also, TinaHund, es ist wirklich besser, wenn Du nicht länger von solchen Albernheiten redest. Ich meine „…nicht länger schonen…“ und sowas. Du machst uns keine Angst. Grundsätzlich gehen wir ja euch Kläffschweinen aus dem Weg. Wir klettern eher auf den nächsten Baum und lachen laut zu euch runter, als das wir uns mit euch raufen. Aber wenn ihr uns in die Ecke drängt, dann schlagen wir unsere Krallen da hin, wo es euch elend weh tut. Erbarmungslos. Ihr denkt ja immer noch, wenn wir uns auf den Rücken legen, bedeutet das, wir würden uns ergeben. Weit gefehlt. Das machen wir, weil wir dann besser zuschlagen können. Außer beim Dosi, da machen wir das auch, wenn wir uns super wohl fühlen.

Gestern zum Beispiel. Da hat sie uns diese Zweige mitgebracht, die sie Kätzchen nennt. Mmmmh, haben die lecker gerochen. Und da konnte man gut drauf herum kauen. Und heute war auch so ein genialer Tag. Um sieben schon Frühstück, dann ein richtiger Sonnenaufgang mit Gesang der Körnerpicker. Sie hat in der Küche herum geräumt und nun stehen die Möbel so, dass wir viel besser ans Fenster kommen. Dann war sie aber erst mal ein paar Stunden verschwunden. Als wir schon dachten, wir müssten uns womöglich durch die Schranktür fressen um an unser Futter zu kommen, ging die Tür auf und Dosi kam zurück. Mit einem neuen Trainingsgerät. Ein weicher Ball, so groß wie eine Orange. In den können wir toll rein beißen und mit den Vorderkrallen fest halten und gleichzeitig mit den Hinterkrallen fetzen, was das Zeug hält.

Heute Abend hat sie gesagt, noch eine Woche und die Wunschzeit wäre zu Ende. Dann könne uns keiner mehr hier wegholen. Obwohl sie auch schon ein paar Krallenhiebe abgekriegt hat, mag sie uns wohl. Wir haben ja aber auch die genialste Schnurre der Welt.

In diesem Sinne – ein schnurriges Weekend!

arschhaarzopf

Weder Manieren noch Geschmack. Wir bitten, dies zu entschuldigen.

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